SYNTAGMA BlogSchreiben: Mikroprozess zum Plot Hier ist eine Schreibübung dazu: Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit Als erstes entwerfen Sie in groben Zügen eine Person (entscheiden Sie aus dem Bauch heraus und notieren Sie Name, Alter, hauptsächliche Tätigkeit, eine Eigenschaft, eine Marotte und einen großen Wunsch). Dann machen Sie ein Cluster (schriftliches Brainstorming) zu diesem Wunsch, z.B. was ist der Wunsch, seit wann existiert er, woran ist die Erfüllung bisher gescheitert, was wird seine Erfüllung ermöglichen, was ist das Schwierige daran,warum ist er so wichtig, etc.) Nun beginnen Sie mit dem Schreiben. Für jeden der 5 Teile nehmen Sie sich 7 Minuten (Kurzzeitwecker hilft): 1. Skizzieren Sie eine Einleitung, in der die Person mit ihrer Marotte und der Wunsch eingeführt werden - danach überlegen Sie, welche Fragen sich aus diesem Teil ergeben. Die können Sie nutzen um den nächsten Teil zu schreiben: 2. Beschreiben Sie das Dilemma mit der Wunscherfüllung -, beteiligte Personen, die Wege, die bisher zur Erfüllung beschritten wurden und was nun versucht werden soll, die Ängste, Hindernisse, Schwierigkeiten beim Beschreiten neuer Wege. Hier wird die Eigenschaft der Person eine Rolle spielen. - überlegen Sie sich wieder, welche Fragen sich anhand des jetzt Geschriebenen ergeben, die es im Folgenden zu klären gilt 3. Gestalten Sie damit den Höhepunkt: das Wagnis, die Hoffnung führen weiter: der Wunsch wird beinahe erfüllt, das Gelingen ist in greifbare Nähe gerückt. - überlegen Sie hier, was nun noch dazwischen kommen könnte und machen Sie sich an den nächsten Teil: 4. Schildern Sie Zwischenfälle, Interventionen oder Verzögerungen, die die Wunscherfüllung wieder in größere Ferne rücken oder unmöglich zu machen drohen. - Nun ist es nötig zu überlegen, wie angesichts der veränderten Lage ein neuer, am besten unverhoffter Zugang zur Erreichung des Ziels oder eines noch viel besseren veränderten Ziels gefunden werden kann. 5. Schreiben Sie das Finale, in dem die Marotte wieder eine Rolle spielt und es möglich wird, dem Wunsch auf ungewöhnliche Weise doch näher zu kommen. Es kommt hier nicht darauf an, dass Sie eine perfekte Geschichte schreiben, sondern dass Sie ihre Kreativität unter Zeitdruck genutzt haben, um aus sich herauszugehen, die Details zugunsten des größeren Gesamtgeschehens erstmal ignorieren. Auch wenn daraus noch ein etwas chaotischer und nicht ganz ernst zu nehmender Fünfteiler geworden sein sollte: versuchen Sie in den folgenden Tagen daraus einen guten Text zu machen - zu streichen und zu veranschaulichen, das, was Sie im Überblick entworfen hatten, in seinen konkreten Facetten zu z e i g e n, die Person zu differenzieren und die Übergänge zu gestalten. Wenn Sie glauben, fertig zu sein: Schauen Sie noch, ob Sie Adjektive durch Handlungen, Generalisierungen durch Konkretes ersetzen und Längen rausstreichen können. Fertig! Bitte senden Sie Ihre Kommentare über das Kontaktformular. |
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